Patientenzufriedenheit nach Plastisch-Chirurgischen Gesichtsoperationen

Patientenzufriedenheit nach plastisch-chirurgischen Gesichtoperationen

 
(aus dem BLOG - 23.5.2010)
 
"Prognosefaktoren hinsichtlich der Patientenzufriedenheit nach plastisch-chirurgischen Gesichtoperationen."
Dieser Artikel erschien 2010 in der Zeitschrift: "Archives of Facial Plastic Surgery".
Im Rahmen einer klinischen Studie in Michigan (USA) wurden Patienten, die sich einer plastisch-chirurgischen Gesichtsoperation unterzogen hatten hinsichtlich ihrer Zufriedenheit mit der Operation untersucht.
Die Aussagekraft dieser Studie ist meines Erachtens diskutabel, da sie nur eine relativ kleine Patientenzahl (51) innerhalb eines kurzen Zeitraumes (2007-2008) in einem sehr umgrenzten geografischen Gebiet (Norden der USA) mit einheitlichen ethnischen Voraussetzungen untersuchte.

Was wurde herausgefunden ?

1. Patienten über einem Durchschnittsalter von 53 Jahren waren statistisch zufriedener als jüngere Patienten.

2. Patienten, die wegen einer Depression behandelt wurden, waren mit dem chirurgischen Ergebnis zufriedener als Patienten ohne Depression.

3. Die Chirurgen selbst beurteilten die Ergebnisse ihrer Operationen weniger positiv als ihre Patienten.

Na ja, der Erkenntniswert dieser Studie dürfte wohl beschränkt sein.
Den Punkt 3. kann ich zumindest persönlich gut nachvollziehen.
Nicht selten überlegt man ob und wie man ein Operationsergebnis vielleicht noch eine Nuance besser hätte machen können.

anbei der Link zur Originalarbeit

1. Jill L. Hessler, MD;
2. Cheryl A. Moyer, MPH;
3. Jennifer C. Kim, MD;
4. Shan R. Baker, MD;
5. Jeffrey S. Moyer, MD
Author Affiliations: Premier Plastic Surgery, Palo Alto, California (Dr Hessler); and Division of Facial Plastic and Reconstructive Surgery and the Center for Facial Cosmetic Surgery, Department of Otolaryngology–Head and Neck Surgery, University of Michigan, Ann Arbor (Ms Moyer and Drs Kim, Baker, and Moyer).
Arch Facial Plast Surg May/Jun 2010, Vol 12, No. 3, pp 192-196
 
erstellt: 23-05-2010 16:01
Geschrieben von Prof. Dr. med. Peter Graf