"Endlich normal!". Soziologische Überlegungen zur medialen Inszenierung der plastischen Chirurgie

"Endlich normal!". Soziologische Überlegungen zur medialen Inszenierung der plastischen Chirurgie

Nicht mehr ganz neu, diese Arbeit aus dem Jahr 2008 aber trotzdem sehr lesenswert.

Die Münchner Soziologin Paula-Irene Villa behandelt aus soziologischer Sicht das Phänomen von Fernsehsendungen wie "The Swan", in denen sich Frauen vor einem breiten Publikum Schönheitsoperationen unterziehen.

 

Besonders interessant: Die Entwicklung weiblichen Selbstverständnisses ausgehend von der Emanzipationsbewegung ("mein Bauch gehört mir") bis hin zu einem heute geradezu aggressiv vorgetragenen Recht auf autonome Verfügungsgewalt über den eigenen Körper nach dem Motto: "Ich will, was geht".

Auf den Punkt gebracht, auch die Überlegungen der Autorin zu den geradezu "fetischartig" verwendeten Begriffen Natur/Natürlichkeit in der Branche der Schönheitschirurgie und Kosmetikindustrie.

 

erstellt: 21-06-2010 15:42
Geschrieben von Prof. Dr. med. Peter Graf