Französisches Gesundheitsministerium verbietet Lipolyse (Fettweg-Spritze)

Französisches Gesundheitsministerium verbietet Lipolyse (Fettweg-Spritze)

In einem Dekret vom 11.4.2011 hat das französische Gesundheitsministerium verschiedene Techniken der Lipolyse zu ästhetischen Zwecken, also der Fettauflösung offiziell untersagt. Als Begründung gibt das französische Gesundheitsministerium an, dass bei diesen Techniken ernsthafte Gefahren für die Gesundheit der Patienten bestehen.

Die folgenden Lipolysetechniken wurden verboten:

- Techniken der Lipolyse, bei denen hypo-osmolare Lösungen

injiziert werden

- Techniken der Lipolyse, bei denen lipolytische Lösungen

(Phophatidylcholin und/oder Natriumdesoxycholat) injiziert werden

- Techniken der Lipolyse, bei denen mesotherapeutische Lösungen

injiziert werden

- Techniken der Lipolyse, bei denen eine Carboxytherapie verwendet

wird

- Techniken der Lipolyse, die transkutane Laser nutzen, ohne

Absaugung

außerdem:

- nicht-invasive Techniken der Lipolyse, die äußere physische Arbeitsmittel nutzen.

 

Näheres hierzu unter:

 

http://www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cidTexte=JORFTEXT000023845272&dateTexte=&categorieLien=id

Siehe hierzu auch folgenden früheren Blog-Beitrag:

Das amerikanische Gesundheitsministerium (FDA) warnt vor der "Fettweg-Spritze"

 

Obwohl dieses Verbot (zunächst) nur in Frankreich Gültigkeit hat, dürfte es bald auch für Deutschland bzw. EU-weit eine Rolle spielen.

 

Das heißt, dass künftig unter anderen auch die sogenannte "Fett-Weg-Spritze" (Phosphatidylcholin) nicht mehr angewendet werden sollte.

 

Die altbewährten Methoden der Fettabsaugung (Liposuction) sind davon nicht betroffen. Sie weisen bei sorgfältiger Ausführung, statistisch betrachtet, sehr geringe Risiken auf.

Fettabsaugung (Liposuction) darf somit natürlich auch weiterhin angewandt werden.

 

erstellt: 15-06-2011 15:00
Geschrieben von Prof. Dr. med. Peter Graf