Bauchstraffung

Patienteninformation Bauchstraffung

Wenn Sie sich einer Bauchstraffung unterziehen wollen, ist es wichtig, sich ausführlich über diese Verfahren zu informieren. Nachfolgend sollen Ihnen erste Informationen zum Thema Bauchdeckenstraffungsoperation gegeben werden. Es werden darin einige wichtige, aber bei weitem nicht sämtliche Aspekte der Methode der Bauchstraffung behandelt. Natürlich können und sollen diese Informationen nicht ein ausführliches und persönliches Gespräch in meiner Praxis ersetzen. Es ist aber für viele Patienten vorteilhaft manche Dinge zu Hause, in Ruhe nachlesen zu können.
Viele Details geben meine individuellen Empfehlungen und Gepflogenheiten wieder. Selbstverständlich sind, z. B. bei organisatorischen Aspekten, Abweichungen möglich.

Überschüssiges Haut- und Fettgewebe an Bauch ist oft die Folge großer Gewichtsreduzierung. Aber auch Schwangerschaften oder der natürliche Alterungsprozess können Ursache für erschlafftes Bindegewebe sein. Die Betroffenen fühlen sich nicht nur in Ihrem äußeren Erscheinungsbild gestört, sondern leiden im Bauch- und Oberschenkelbereich auch häufig unter chronischen Entzündungen des Hautmantels. In diesen Fällen kann eine Bauchstraffung die Lebensqualität deutlich steigern.

Schematische Darstellung der möglichen Schnittführungen bei Bauchstraffung, mit freundlicher Genehmigung der DGPRÄC, alle Rechte bei der DGPRÄC
Bauchstraffung - Schnittführung (© DGPRÄC)

Was passiert bei einer Bauchstraffung?

Das betroffene Areal wirdzunächst genau vermessen und der Überschuss an Haut und Fettgewebe entfernt. Die Schnittführung erfolgt dabei an einer möglichst unauffälligen Stelle. In manchen Fällen ist eine Kombination mit einer Fettabsaugung empfehlenswert.

Welche Ergebnisse können mit einer Bauchstraffung erzielt werden?

Im Gegensatz zu einer Liposuction (Fettabsaugung) müssen größere Hautschnitte und entsprechende Narben in Kauf genommen werden. Aber nur durch eine operative Entfernung können größere Fettschürzen oder Hautüberschüsse korrigiert und ein ansprechendes Körperbild wieder hergestellt werden.

Anästheise und Klinikaufenthalt bei einer Bauchstraffung

Ausgedehnte Hautstraffungen, z. B. am Bauch erfordern gewöhnlich eine Vollnarkose und einen kurzen stationären Krankenhausaufenthalt. Kleinere Hautstraffungen, z. B. an den Oberarmen, können in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlafnarkose in meiner Praxis vorgenommen werden.

Wie bereite ich mich auf eine Bauchstraffung vor?

Eine möglicherweise notwendige Gewichtsreduktion sollte bis zum Operationstermin abgeschlossen sein. Hautentzündungen müssen rechtzeitig vorbehandelt und kontrolliert werden. 14 Tage vor der Operation sollten keine Schmerzmittel, wie z. B. Aspirin, eingenommen werden, da diese die Blutgerinnung beeinflussen. Auch Nikotin, Alkohol und Schlafmittel sollten möglichst vermieden werden. Rechtzeitig vor der Operation sollte Ihr Hausarzt alle notwendigen Voruntersuchungen nach unseren Angaben vornehmen.

Schematische Darstellung der Bauchstraffung, mit freundlicher Genehmigung der DGPRÄC, alle Rechte bei der DGPRÄC
Bauchdeckenstraffung - Schema (© DGPRÄC)

Wie verläuft eine Bauchstraffung?

Die überschüssige Haut, welche entfernt werden soll, wird genau vermessen, markiert und gründlich desinfiziert. Haut- und Fettgewebe werden entfernt und unter Umständen wird eine Fettabsaugung vorgenommen. Bei einer Bauchstraffung wird in den meisten Fällen soviel Haut entfernt, dass auch der Nabel neu positioniert werden muss. Kleine Drainagen sorgen für den ungehinderten Abfluss von Blut und Wundsekreten. Nach dem Wundverschluss wird ein Kompressionsverband angelegt.

Welche Komplikationen können nach einer Bauchstraffung auftreten?

Wie nach jeder Operation, können auch bei einer Hautstraffung Blutergüsse oder Infektionen die Wundheilung beeinträchtigen. Als Folge einer Wundheilungsstörung könnten breite Narbe entstehen, die in einem Zweiteingriff korrigiert werden müssten. Sehr selten sind Thrombosen oder Embolien, da diesen heute durch Medikamentengabe (z.B. Heparin) bzw. Stützstrümpfe vorgebeugt wird. Im Bereich der Narben sind manchmal Sensibilitätsstörungen zu beobachten, die sich jedoch in den meisten Fällen von alleine wieder zurückbilden. Bei sorgfältiger Planung und Ausführung der Operation durch einen erfahrenen Arzt ist die Bauchstraffung mit relativ geringen Risiken verbunden.]

Nachbehandlung nach einer Bauchstraffung

Die Drainagen werden nach 2 - 3 Tagen entfernt. Für etwa 4 Wochen sollte eine Kompression der behandelten Wundfläche, durch Stützstrümpfe, Mieder oder Verband erfolgen. Die Fäden werden 14 bis 21 Tagen nach der Operation entfernt. Für etwa 6 Wochen sollten Sie auf sportliche Aktivitäten und körperliche Anstrengung verzichten und ruckartige Bewegungen vermeiden.

Geschrieben von Prof. Dr. med. Peter Graf