Bruststraffung

Patienteninformation, Bruststraffung

Aufgrund einer Schwäche des Bindegewebes aber auch im Laufe des normalen Alterungsprozesses der Haut und der Weichteile verlieren normal große Brüste an Fülle, Elastizität und Spannkraft. Mit einer Bruststraffung, die auf Wunsch auch mit einer Brustvergrößerung kombiniert werden kann, ist es möglich die frühere Form und Festigkeit der Brust wieder herzustellen bzw. das Aussehen der Brüste zu verbessern. Die Operation kann prinzipiell in jedem Alter durchgeführt werden.

Bruststraffung - Schnittführung Methode 1, mit freundlicher Genehmigung der DGPRÄC, alle Rechte bei der DGPRÄC
Bruststraffung - Schnittführung Methode 1 (© DGPRÄC)

Was geschieht bei einer Bruststraffung?

Im Rahmen einer Bruststraffung wird Haut um den Brustwarzenvorhof herum und unterhalb desselben entfernt und dadurch die hängende Brust angehoben und gestrafft. D. h. der Eingriff findet in der Regel nur im Bereich der Haut und im Unterhautgewebe statt. Die Brustdrüse selbst wird dabei meist nicht angetastet. Daraus folgt, dass bei diesem Eingriff Probleme wie postoperative Gefühlsstörungen im Brustwarzenbereich bzw. Stillunfähigkeit meist nicht zu befürchten sind. Sollten die Brustwarzenvorhöfe zu groß sein, so können diese ebenfalls gleichzeitig etwas verkleinert werden. Die resultierenden Narben sind in der Regel sehr unauffällig. Sie verlaufen kreisförmig um die Brustwarzenvorhöfe und von hier senkrecht bis zur Brustumschlagsfalte. Gelegentlich sind auch Schnitte im Bereich der Brustumschlagfalte notwendig.

Bruststraffung - Schnittführung Methode 2, mit freundlicher Genehmigung der DGPRÄC, alle Rechte bei der DGPRÄC
Bruststraffung - Schnittführung Methode 2 (© DGPRÄC)

Welche Anästhesie wird bei der Bruststraffung vorgenommen?

Der Eingriff wird oftmals ambulant bzw. tagesklinisch durchgeführt. Die Operation kann in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder Vollnarkose vorgenommen werden. Die Form der Anästhesie hängt neben anderem auch von der Größe der Brust bzw. dem Ausmaß der zu straffenden Haut ab.

Welche Vorbereitungen vor einer Bruststraffung sind nötig?

Etwa 14 Tage vor dem Eingriff sollten Sie keine Schmerzmittel (z. B. Aspirin) oder andere Medikamente, welche die Blutgerinnung beeinflussen, einnehmen. Als Raucherin sollten Sie mindestens 4 Wochen vorher ihren Nikotingenuss einstellen, um das Risiko der Wundheilungsstörung zu verringern. Auch Alkohol oder Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden.

Bruststraffung - Methode 3, mit freundlicher Genehmigung der DGPRÄC, alle Rechte bei der DGPRÄC
Bruststraffung - Schnittführung Methode 3 (© DGPRÄC)

Was geschieht nach der Bruststraffung?

In den ersten Tagen nach der Operation werden Sie leichte Schmerzen empfinden. Wie nach jedem Eingriff kann es zu Schwellungen kommen, die sich jedoch nach einigen Tagen wieder zurückbilden.

Welche Komplikationen können entstehen?

Komplikationen nach Bruststraffungen sind grundsätzlich selten.
Wie nach jeder Operation können Blutergüsse entstehen. Durchblutungsstörungen der Haut, z. B. als Folge von übermäßigem Nikotingenuss können zu Wundheilungsstörungen und auffälligen Narben führen. Stellen sich bakterielle Infektionen ein, kann dies zu einer verzögerten sekundären Heilung der Wunde oder zu breiten Narben führen. Diese können durch einen erneuten, kleinen Eingriff korrigiert werden.

Welche Nachbehandlung nach einer Bruststraffung ist zu empfehlen?

Nach etwa 3-5 Tagen, wenn die Hautwunden geschlossen sind, dürfen Sie wieder duschen. Die Hautfäden werden nach ca. 10 - 14 Tagen entfernt. Nach der Operation sollten Sie einen Büstenhalter (ohne Bügel) tragen. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust schützen und Sie nicht einengen. Intensivere sportliche Betätigungen sollten für 4 Wochen vermieden werden.

Geschrieben von Prof. Dr. med. Peter Graf